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Gabelgemüse

Heute wenden wir uns einem heiklen Thema zu. Die vegane Bewegung in Deutschland hat mittlerweile die 1 Million Grenze erreicht, was alleine schon Grund genug wäre darüber zu berichten. Wir wollen aber nur ein Licht auf diese und andere Ernährungsformen werfen und nicht bewerten oder verurteilen, denn el Stefano selber kocht in allen Variationen, egal ob mit Fleisch, vegetarisch oder vegan. Jeder findet deshalb etwas auf unserer Seite, vorausgesetzt man möchte bei uns das geeignete Rezept finden und lässt sich nicht schon von Bildern abstossen. Trotzdem kann der Bericht nur ein erster Einblick in das Thema sein.

Woher kommt vegane Ernährung?

Im Jahr 1944 spaltete sich der Engländer Donald Watson von der vegetarischen Gesellschaft (Vegetarian Society) ab und gründete die vegane Gesellschaft (Vegan Society). Diesen Begriff leitete er vom englischen Wort Vegetable (Gemüse) ab, denn er verstand unter Vegetarismus eigentlich auch den Verzicht von Milchprodukten, sowie von Eiern. Erst im Jahre 1962 wurde dieser Begriff in das englische Wörterbuch (vergleichbar mit unserem Duden) aufgenommen unter: Vegetarier, der keine Milch, keinen Käse und keine Eier isst. Danach dümpelte diese Lebensweise vor sich hin, bis sich mitte der 90er Jahre der Begriff erweiterte um die Definition einer Person, die keine tierischen Produkte isst oder verwendet. Damit war der Urveganer geboren.

Wie verbreitet ist vegane Lebensweise?

Im Ursprungsland Groß Britannien gibt es zurzeit nicht viel mehr als 200.000 Veganer, was angesichts der deftigen englischen Küche schon beachtenswert ist, aber in Deutschland sind, nach neuesten (nicht unbedingt unabhängigen) Schätzungen, etwa 1,2 Millionen Menschen Anhänger der veganen Lebensweise. Hierbei gibt es aber auch wieder Untergruppen die sich in Vollveganer (keinerlei tierische Produkte, inkl. Textilien, Möbeleinrichtung, Haushaltsgegenstände usw), Veganer (tragen konventionelle Textilien und richten ihre Behausung klassisch ein) und die Flexiveganer, die sich nur gelegentlich vegan ernähren, sonst aber Vegetarier sind, aufteilen. Einer Umfrage der Göttinger Universität zufolge waren 2008 nur 40.000  Menschen in Deutschland Veganer, darunter befanden sich keine Männer.

Was sind die Beweggründe?

In erster Linie sind es ethische Beweggründe, die von Veganern angeführt werden, zum Beispiel die Massentierhaltung inklusive der Tötungsprozesse, die Umweltbelastung, die ungerechte Verteilung aller Nahrungsresourcen auf unserem Planeten, aber auch die ungesunde Ernährungsweise mit Fleisch.

Welche Argumente sind stichhaltig?

Sicher hat die Fleischproduktion längst den gesunden Grad für die Welternährung überschritten. Ob „nicht artgerechte Tierhaltung„, Qualschlachtungen, die Vernichtung von Lebensräumen um Futtermittel anzubauen, Antibiotika Resistenzen, oder der Ausstoss von CO2, der immerhin weltweit 12 Prozent beträgt, nur für die Tierhaltung. Dieser Wert ergibt sich durch die Erzeugung von Metan im Verdauungstrakt vieler Nutztiere. Dazu kommen die unglaublichen Mengen an weggeworfenen Fleischprodukten, die alleine in Deutschland auf Schweinefleisch gerechnet 20 Millionen Tonnen beträgt, also 25 Prozent der Gesamtproduktion. Grundsätzlich werfen wir global gesehen zuviele Lebensmittel weg (siehe Magazinbeitrag). Auch der Verbrauch von Resourcen für die Herstellung von Fleisch, zum Beispiel Wasser, lässt starke Zweifel zu an der Sinnhaftigkeit der Massentierhaltung.

Massentierhaltung

Welche Gründe sind zweifelhaft?

Ob die vegane Ernährung dem Menschen zuträglicher ist als jeden Tag Fleisch zu essen? Sicher. Aber ausgewogen ist beides nicht, denn ein großer Fleischkonsum bringt ebensolche Probleme mit sich, wie der völlige Verzicht auf tierische Produkte, denn der menschliche Organismus kann nicht alle Stoffe aus Pflanzen ziehen die er benötigt, in erster Linie Vitamine (A, B12, D usw), die dann künstlich zugeführt werden müssen. Auch eine Laktoseintolleranz wird gerne angeführt, die aber in unseren Breitengraden eher der Hysterie und der Lebensmittelindustrie geschuldet sind, als tatsächlich zu existieren, der weltweiten veganen Ernährung, zum Beispiel in Indien (siehe Länderinfo), wo angeblich schon hunderte Millionen Menschen vegan leben. Und die mystische Legendenbildung beginnt spätestens dann, wenn Darwin, Descartes oder Kant schuld an der heutigen Fleischernährung haben, weil sie diese Evolutionstheorie über Tiere die gestreichelt und solche die gegessen werden, begünstigt hätten, um das Fleischessen an sich zu legitimieren. Übrigens wird alleine in Indien mehr Getreide durch Spekulanten und falsche Lagerung jährlich vernichtet, als für die gesamte Erdbevölkerung nötig wäre, damit niemand mehr hungern müsste.

Gesundheitliche Auswirkungen?!

Die Blut-/ Körperwerte liegen bei einer veganer Ernährung in einigen Kategorien deutlich unter dem Durschnitt der Mischkostler, wie Cholesterin, Bluthochdruck, Fettleibigkeit oder Herzerkrankungen und weisen damit eine gesündere Lebensweise auf, aber durch reine vegane Ernährung gibt es auch ein 30 Prozent höheres Risiko für Knochenbrüche, sowie Arteriosklerose und Thrombose. Man erkauft sich also immer auch gesundheitliche Schäden mit einer Ausschließlichkeitsernährung und die Auswirkungen sind bei Kindern und älteren Menschen noch schwerwiegender als bei grundsätzlich gesunden Erwachsenen mittlerer Altersstufen.

Vorläufiges Fazit!

Sicher sind Fleischfresser keine Massenmörder, wie es gerne von militanten Veganern dargestellt wird, und nicht alle Veganer sind Spaßbremsen die einem nur ein schlechtes Gewissen einreden möchten. Trotzdem hat zum Schluss jeder Verbraucher selber in der Hand welches Produkt auf seinen Teller kommt und was es kosten soll, bzw. welche Qualität es bieten darf. Wer vegane Ernährung für sich komplett ausschließt sollte sich gut überlegen ob er dann nie wieder Spaghetti mit Tomatensauce haben möchte (siehe Rezept), und Veganer sollten darüber nachdenken, ob Produkte aus Mandeln für ihre Ernährung (Milch, Mehlersatz usw.) wirklich ökologisch so sinnvoll sind, denn 90 Prozent der Mandelernte kommt aus Kalifornien, wo ganze Landstriche verwüsten (siehe Diagramm), weil diese Monokulturen das gesamte Grundwasser vernichten, und zudem Bienen-Trucks die Bestäubung vornehmen müssen, da die heimischen Bienen durch Milben und Pestizide vernichtet wurden. Natürlich begründet sich der imense Wasserverbrauch nicht auf den Anbau von Monokulturen alleine, sondern die Dürreperioden (Kalifornien leidet aktuell an der größten Dürre seit 1877) sind eine direkte Auswirkung des Klimawandels.

Trockengebiete USA

Seit 2015 ist das Waschen von Autos, Abspritzen von Bürgersteigen und die Bewässerung von Grünflächen in Kalifornien sehr stark eingeschränkt (deshalb werden verdorrte Rasenflächen jetzt grün angemalt), dies führte aber lediglich zu 9 Prozent Einsparung beim Wasserverbrauch, 20 Prozent waren das Ziel. Randnotiz: Durch das Freihandelsabkommen TISA versuchen immer mehr Großkonzerne die natürlichen Wasservorkommen zu privatisieren, um die alleine Entnahmehoheit über das Wasser zu erlangen. Hier ein Statement von Peter Brabeck, Chef des größten Lebensmittelkonzerns der Welt zu Wasserrechten (Nestlé).

Wir von el Stefano plädieren für eine bessere Kommunikation zwischen den Ernährungsstrategien und wir dürfen nicht den Fehler machen auf jeden bereitgestellten Medienzug aufzuspringen, nur weil die Industrie uns gerne in Gruppen aufgeteilt haben will, um uns alle besser vermarkten zu können. Euer el Stefano.

el Stefano-Magazin

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